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REVIEWS
Günter Amendt
Walter Liederschmitt
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Review by Günter
Amendt
Dylan tritt in einem schwarzen Jacket mit grobem weißen Nadelstreifen auf, er
hat, wie meist, wenn er sich schminkt, eine flüchtige weiße Maske aufgelegt.
Mehr als sonst wo bisher
musste Dylan um das Publikum kämpfen. Aus
zumindest für ihn unerklärlichen Gründen setzt, kaum steht er an der
Bühnenrampe, eine massenhafte Abwanderung ein. Es mögen drei- bis
viertausend Leute gewesen sein,
die sich, so musste es Dylan aus der
Bühnenperspektive wahrgenommen haben, demonstrativ davonmachten. Nach
dem Bandsong und mit Beginn des akustischen Teils hatte er das Publikum,
immer noch um die
25000, auf seiner
Seite.
Das war ein paar Stunden zuvor auch Joan Baez gelungen, die in Offenbach als
Vorsängerin auftrat, wie die ‚Rodgau Monotones‘ als Vorgruppe aufgetreten
waren.
Alles hatte seine Ordnung, und beide‚Vorgruppen‘ kamen gut an. Bei den
vorangegangenen Konzerten war das nicht anders - überall hatte Joan Baez ihr
Publikum, überall bekam sie ihren Beifall.
Wohl deshalb hat es so lange gedauert, bis sie die oft betretenen Gesichter
unmittelbar um sie herum und die ansteigende Gereiztheit hinter der Bühne und im
Umkreis des Tourmanagements auf sich zu beziehen begann. Es
musste sie auch
beunruhigen, was ihr ein Teil der Presse nach den
Hamburg - und München -Konzerten hinterher rief: "Wenn sie noch über eine gewisse Portion
Selbstachtung verfügt, und die müsste sie als gestandene Protestsängerin haben,
dann
müsste sie bei den weiteren Open-Air-Konzerten in den bundesdeutschen
Stadien auf ein Zusammentreffen mit Dylan verzichten."
An Verzicht dachte sie nicht. Natürlich nicht. Noch hatte Joan Baez nicht
aufgegeben. Der Erfolg in Offenbach schien sie sogar anzuspornen und wie eine
vitaminreiche Egospritze zu wirken. Sie
muss plötzlich in aller Schärfe erkannt
haben, daß es nun an der Zeit war, ihre Version der
Reunion - Story unter die
Leute
zu bringen.
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HIGHLIGHTS
Masters of war
It ain´t me, babe
Mr. Tambourine man
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