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Alias Bob Dylan
Minneapolis ist eine traurige Stadt. Ein paar Wolkenkratzer, darum
herum leere Straßen. Das kleine Viertel neben der Universität soll
mal schmuddelig gewesen sein, ein Treffpunkt der Bohemiens.
Jetzt ist es ordentlich renoviert. Die Clubs und Cafes, in
denen Bob spielte, sind lange tot, die verklärende Erinnerung aber
lebt. "Wir traten bei jeder Party auf, und Dylan war der
Beste". sagt ein Musiker, der die Ehre hatte, dabei zu sein.
John Koerner spielt immer noch Gitarre, ohne Erfolg. Es ist der
einzige Beruf, den er gefunden hat. Dass er mit Bob auf der Bühne
stand, hat ihm nie etwas genützt. Er trägt zerrissene Jeans und
einen Arbeiterkittel, als lebte er immer noch in im Jahr 1960 und
junge Musiker
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Minneapolis
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Musiklehre in Cafe - Häusern
ahmten Hobosound Sänger von der Straße
nach. Damals entdeckten Intellektuelle die traditionelle Musik des
Folk. Im Gegensatz zum kommerziellen Rock galt sie als ziemlich
cool.
In Minneapolis verwandelt sich Robert Zimmermann in
Bob Dylan, so nennt er sich jetzt, nach dem Dichter Dylan Thomas. Er
singt Lieder zu akustischer Gitarre und Mundharmonika. "Er
hatte diesen schiefen Sound, den später jeder imitierte", sagt
Koerner. Ein Bild sieht er klar in seiner Erinnerung: Bob auf einer
Party, er hämmert Liedtexte in eine Schreibmaschine. Fast jeden Tag
tritt er auf. Nach einem Jahr bricht er das Studium ab. Er geht nach
New York, um der Welt zu zeigen, was er kann. Mutter Zimmermann
macht sich große Sorgen, das erfährt in Hibbing die ganze
Nachbarschaft.
© Norbert Baro
Last update
24. Dezember
2001
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