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Karriere in der Stahlfabrick
LeRoy Hoikkala, der Schlagzeuger in Bobs Band, weiß noch, wie
sie sich auf der Straße kennen lernten - auf einer dieser Straßen,
die auch heute viel zu breit erscheinen, als fehle etwas
Entscheidendes, Leben vielleicht oder Poesie. "Bob hing hier
herum, wie ich. Wir gehörten zu den wenigen, die sich nicht für
Sport interessierten, sonder für Motorräder und Rock ´n
Roll."
Es ist nicht schwer sich vorzustellen,wie Bob und LeRoy ausgesehen
haben. "Wir waren dünne Burschen in schwarzen Lederjacken und
schweren Stiefeln", sagt Hoikkala. Seine Haare glänzen auch
heute noch speckig; im Nacken trägt er sie lang, obwohl er ihnen
längst mit dem Kamm vom linken Ohr auf die nackte Schädeldecke
helfen muss. 60 Jahre ist er alt, wie Bob. In der Garage der
Zimmermanns lärmten sie damals drauflos, Bob am Klavier, LeRoy am
Schlagzeug, ein Freund an der elektrischen Gitarre, "bis die
Nachbarn verrückt wurden". Davon zu erzählen freut Hoikkala
immer noch.
Er sitzt auf seiner silbergrauen Wohnzimmercouch und redet so
nüchtern, als wolle er auf keinen Fall den Eindruck erwecken, er
werde auch nur ein bisschen sentimental. Hoikkala ist den anderen,
den ganz normalen Weg gegangen, den hier fast jeder
einschlägt:
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Harley
Als Bob fast gestorben wäre

Er hat in einer der Stahlfabriken gearbeitet, wo sie
das Erz zu Pulver zermalmen und erhitzen, um ihm das Eisen zu
entziehen.
sie das Erz zu Pulver zermalmen und erhitzen, um ihm das Eisen zu
entziehen.
Leitender Angestellter war er dort, jetzt ist er pensioniert. In der
Garage steht sein Pickup - Lastwagen, und der weiße Teppich vor der
Couch ist so dick, dass man darin versinkt. Seine Frau hört
schweigend zu. Ist das vielleicht ein schlechtes Leben? Bob hat
bestimmt auch keinen dickeren Teppich. Eigentlich hatte sich
Hoikkala vorgenommen, nie wieder
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Motorradgeschichten
über ihn zu reden - zu viele Neugierige haben ihn
bedrängt. Aber vielleicht muss er immer wieder tun, um sich zu
vergewissern, dass er nicht wirklich etwas falsch gemacht hat. Das
Schlagzeug hat er schon lange verkauft.
Ja, Bob sei ein Genie, sagt er, das habe er gespürt. Eine
Riesenshow habe er
gemacht, sei wild herumgehüpft mit der Gitarre oder vor dem
Klavier. Einmal traten die Golden Chords, so hieß die Band, im
Auditorium der Oberschule auf - ein Riesensaal, gebaut in der
Blütezeit der Stadt nach dem Vorbild des Capitol - Theaters in New
York. Bob hämmerte auf dem alten Steinway - Flügel herum, manche
sagen, er sei auf die Tasten gesprungen. Bis der Direktor
persönlich den Vorhang zog, um der Schande ein Ende zu bereiten.
Der Auftritt ist Legende in Hibbing.
Eine Geschichte muss LeRoy Hoikkala noch erzählen, die kennt nur er
allein. Es ist die der Motorradfahrt, bei der Bob fast gestorben
ist. "Wir standen mit unseren Harleys am Bahnübergang, er
konnte wieder mal nicht stillsitzen. Er war ja immer der nervöse
Typ. Der Zug war kaum vorbei, da fuhr er los. Auf dem Gleis dahinter
kam eine Lok aus der anderen Richtung. Sie hätte ihn fast erwischt
" Bobs alter Freund guckt für einen Moment sehr ernst. Nie ist
er dem Unerklärlichen näher gewesen. Irgendetwas an dieser
Geschichte ist ihm unheimlich, so wie Bobs gewaltiges Talent
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